Notizen zum Fotographieren

Notiz zu Scanner

Mit Kameras ist es wie mit den Feldstechern, sie sind nur dann benutzbar, wenn sie dabei sind. Dies bedeutet, sie sollen klein und handlich sein.

Die Canon schafft im Weitwinkelbereich etwa Sterne 8. Grössenklasse; allerdings mit etwas Rauschen. Für eine ungekühle CCD ist dies bemerkenswert gut.

Nun ist es schon wieder 1500 Aufnahmen der Nikon und 922 Aufnahmen der Canon später. Der 1.1 Ah Li-Ionen-Akku der Nikon hält für etwa 170 Aufnahmen. Dies bedingt mindestens einen Wechselakku (bei mir waren es alle etwa zwei Tage), der im normalen Lieferumfang leider nicht inbegriffen ist. Ein Sucher fehlt, was in der Wüste zum Problem wird. Mit einem improvisierten Visier (mit Klebeband) ist es trotzdem möglich, im Telebereich Tiere innert nützlicher Frist zu finden. Die Akkus der Canon halten wesentlich länger (> 230 Aufnahmen); sie haben allerdings mit 2 x 2.7 Ah etwa die 5-fache Ladung des mickrigen Nikon-Akkus.
Die Canon ist, mit ihrem herausfahrenden und öffnenden Zoomobjektiv, empfindlich auf feinen Sand (dito für das Schneider-Objektiv). Dies bedeutet, dass die Schutz-Blende nicht mehr zuverlässig öffnet; so geschehen im Sossusvlei; was abgeschnittene Bilder liefert, die man im optischen Sucher nicht sieht. Die Kamera befand sich, ausser zum Fotographieren, immer in einem staubdichten Plastiksack (Zweckentfremdung von "Bravo" oder "Robidog").
Übrigens: Warzenscheine sind noch flinker als Schmetterlinge und Stachelschweine sind extrem scheu.

Bemerkungen zum Zoom-Bereich: Die Nikon S10 schafft 9-fach (trotz Werksangabe); die A550 etwa 3.7-fach. Gemessen mit zwei Faltmetern und mit Aufnahmen mit kleinstem und grösstem Zoom. Wie man das Brennweiten-KB-Äquivalent berechnen soll, ist unklar. Ein Digitalbild hat das Seitenverhältnis 3:4, ein Kleinbild 2:3, also kann man über die Höhe oder die Breite oder die Diagonale rechnen. Offenbar wird die Höhe (kurze Bildseite) bevorzugt.

Im 2007, 4900 Aufnahmen später, gab's eine Canonkamera A550 mit 4fach Zoom (f1:2.6 - 1:5.5) und eine Nikon S10 mit 10fach Zoom. Die zweite ist zwar etwas grösser, passt aber noch in eine Jackentasche. – Ein zehnfach-Zoom, das bei der grössten Brennweite (63.3mm, entspricht etwa 380 mm KB) eine maximale Blende von 3.5 zeigt, braucht Platz. Verblüffenderweise ist dieser Blendenwert identisch bei minimaler Brennweite (6.3mm (38mm KB)). In der Exif-Info steht allerdings, in einem Anfall von Ehrlichkeit, der Wert 3.6. Die Innenfokussierung macht dieses Objektiv staubsicher (keine beweglichen Teile ausserhalb der Verschraubung), was vom Rest der Bedienungstasten nicht behauptet werden kann. Auch diese Kamera war nach der Sand-Wüste dankbar für Staubsauger und Pinsel. Das Kontaktproblem von schlecht funktionierenden Li-Akkus ist mit etwas Basteln einfach zu beheben. Dazu gebraucht werden ein scharfes Messer, etwas federndes Papier unten in die Plastic-hülle klemmen, um das zu grosse Spiel auszugleichen und Klebeband zum Verschliessen.

Im 2003 gab's den Kromi sowie eine Kodak-Digitalkamera mit 4fach Zoom, weil das Objektiv von Schneider stammt.
Diese Kamera zieht ab und zu etwa 4 Ampere. Eine Absurdität war, dass 1.8 Ah Akkus länger hielten als 2.1 Ah Akkus der gleichen Marke.
Besitzer von Kromfohrländerhunden sind fast dazu verpflichtet, eine Digital-Kamera zu haben. Kromis sind eine junge Rasse mit grosser Variabilität und weil auch ein Kromi nicht immer dabei ist, gehört sein neuestes Foto in die Brieftasche.

Ein Zusatzeffekt war, dass ich wieder begonnen habe zu fotografieren. Nach jeder Aufnahme ist klar, ob das Bild etwas taugt und das scharfe Armband - siehe unten - kann sofort gelöscht werden.

Ein kleiner ärger ist das fokussieren im Makromodus, eine SLR ist besser, aber auch viel langsamer. Mir ist bewusst, dass man "Wild" erliegen und nicht erjagen sollte, aber Schmetterlinge sind zu flink.

Mit einem Kurzschauspiel einer Woche 1998 mit APS (wir können die Bilder auch selber abschneiden), ging's weiter mit etlichen handlichen Vollautomaten, zum Teil Olympus "Miu".
Meine erste Erfahrung mit Digitalkameras habe ich 1997 gemacht - die waren damals mit etwa 1 Bild pro Minute noch sehr langsam - was mich abschreckte.

Der Rechenaufwand für ein Bild ist sehr gross und die A/D-Wandler und Mikroprozessoren waren zu langsam; eine Unart, die inzwischen langsam verschwindet.

1978 kamen die Vollautomaten. Irgend etwas ist dort immer scharf eingestellt - und sei es das Spiegelbild des Uhrenarmbandes in der Frontscheibe des Campers. Aber eigentlich hätte es das Flössen, unten im Fluss sein sollen. Es von Vorteil, wenn man den Grizzly durchs Fenster fotographiert - statt auszusteigen und hinterher zu gehen.

1975, mit Lore wurden wir modern, mit einer Olympus-Pen-F SLR (Halbformat). Ein sogenannter Halbautomat: die elektrisch verstärkte Belichtungsanzeige wird mit einem Nachführzeiger abgegriffen. Eine der wenigen SLR-Kameras die in einer Jackentasche Platz findet. Diese Kamera ist immer noch betriebstüchtig.
In meinem Museum ist noch eine zweiäugige Rollfilm-Rollei vorhanden.

Vor 1968
Nach Jahren mit Vergrössern in der eigenen Dunkelkammer ist das Hobby, mangels Zeit eingeschlafen (ca. 1967). Ich habe den Sprung in die Farbfotographie in der Dunkelkammer nicht geschafft.
Da war die Exakta meines Bruders, eine mechanische SLR-Kamera mit Schlitzverschluss, Schachtsucher und Wechseloptik.
Der Vorläufer 1958 war eine Kleinbild mit eingebautem Belichtungsmesser und vielen anderen Funktionen. Sie wurde aber mehr geflickt, als dass sie funktionierte. Den Lieferanten will ich hier nicht nennen, er hat sich inzwischen gebessert.
Vor dem Hand-Belichtungsmesser, ohne Batterie - nur mit Selen-Fotovoltaik, aber das wurde damals noch nicht so genannt, wurde die Belichtungszeit anhand von Tabellen geschätzt mit der Jahreszeit, der Tageszeit und der Bewölkung.
Um 1955 gab's eine mechanische Kleinbildkamera mit Zentralverschluss, dem ich mit einer Nadel-Feile eine zusätzliche Geschwindigkeit, eine halbe Sekunde, verpasste.
Das Hobby begann um 1952 mit dem Apparat meiner Mutter, einer Agfa mit Faltenbalg auf 4 mal 6 cm Schwarz/Weiss Rollfilm.

Optik war schon immer ein weiteres Hobby: Begonnen hat es mit einem alten Messing-Mikroskop der Firma Ed.Messter Berlin, wovon ich den Hohlspiegel (neu verspiegeln nach Liebig) und die Aperturblende flicken musste und einem Leitz-Binokular 10(bis 30)-fach. Die Lupe ist noch in täglichem Gebrauch.

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