Mineralien

Geologie ist ein weiteres Hobby, das wir mit einer zweiten Reise durch Namibia genossen. Eine Wüste hat den grossen Vorteil, dass die Pflanzendecke fehlt, womit die Geologie sichtbar wird. Oberhalb Sesriem, am Tsauchab, ist eine Ueberschiebung (mindestend als Diskordanz) von weitem offensichtlich.
Schon Jahre vorher waren wir im hohen Atlas: Die Stände der Mineralienhändler (z.B. 31.285528°N, 7.380947°W, 2200m) sind kaum zu übersehen und waren meist mit Gips verziert. Dabei handelt es sich um grosse Spaltflächen von Fasergips. Allerdings werden meist nur Bergkristalle (Quarz) angeboten. Dieser sollte eigentlich trigonal sein; angeboten wird nur der pseudohexagonale Habitus. Ich habe in diesen Sammlungen verzweifelt nach Quarz-Zwillingen oder zumindest nach offensichtlichen Rechts(6151)- oder Links-(5161)quarzen gesucht und nichts gefunden. (In Klammern stehen die Miller-Indices der Flächen.) Ein Polarisations-Mikroskop ist auf den Reisen nicht dabei.
Quarz-TwinQuarz-Zwilling mit Phantom.
In der Schweiz und auch in Namibia (Spitzkoppen-Quarze: dort gibt's auch Szepter-Quarze, Fenster-Quarze und Phantome) ist dies kaum ein Problem. Hier ist die Schwierigkeit, die verwachsenen Viellinge von den Zwillingen zu unterscheiden, was sich auch makroskopisch sehen lässt.
Die 1121- oder 2111-Fläche ist mit ihrem grossen Glanz für Esoteriker besonders wertvoll.
Andere Mineralien:
In Arizona und Namibia ist es kaum möglich, Kupfermineralien zu übersehen.
Komischerweise fehlen aber in den Sammlungen in Bisbe oder an der Uni-Tucson die gesteinsbildenden Mineralien wie Feldspäte oder Glimmer beinahe vollständig.

Kleine Bildersammlung

Fe-GarnetFe-Granat-Stufe
Szepter-Quarz von Spitzkoppe
Diese Kristallform findet man auch an andern Orten in Namibia.
Szepterquartz of Spitzkoppe
Dioptas of MariusDioptas von Marius Steiner
Kalzit im Schwarzlicht (Doppelspat)
bei dieser Fluoreszenz muss es sich um eine Verunreinigung
handeln, denn andere Doppelspate bleiben dunkel.
Calcite in black light

 

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